Amputation bei Diabetischem Fußsyndrom

Patienten*innen mit Diabetischem Fußsyndrom können sich vor einer Amputation an den unteren Extremitäten nun auch eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einholen. Ein Arzt überprüft hierbei als sogenannter „qualifizierter Zweitmeiner“ die medizinische Notwendigkeit des geplanten Eingriffs. Seine Beratung beinhaltet die konservativen und weniger invasiven Behandlungsmöglichkeiten.

Eine überaus gute Sache, denn dann kann der/die Patient*in nochmal über die Therapie nachdenken und sich dann entscheiden.

 

Für wen gilt das Verfahren?

Die Entscheidungen bzw. Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses gelten für gesetzlich krankenversicherte Personen. Diese haben einen Rechtsanspruch auf Einholung einer unabhängigen ärztlichen Zweitmeinung (§ 27b SGB V ).

In der Richtlinie zum Zweitmeinungsverfahren wird vorgegeben für welche planbaren Eingriffe der Anspruch auf eine qualifizierte Zweitmeinung besteht. Gleichzeitig wird jeweils festgelegt, für welche Indikation es so ein Verfahren gibt, hier jetzt die Amputation bei Diabetischem Fußsyndrom – es gibt aber auch weitere Zweitmeinungsverfahren – und welche Anforderungen an die Erbringer einer Zweitmeinung bestehen.

Die Richtlinie für die Amputation bei Diabetischem Fußsyndrom ist noch nicht in Kraft getreten, Stand 7.5.2020. Das liegt daran, dass das Bundesministerium für Gesundheit diese noch nicht freigegeben hat.

>>> Patienteninformation

 

Zweite Arztmeinung vor Operationen für Versicherte