Der elektronische Medikamentenplan oder der eMP ist eine elektronische Weiterentwicklung des bereits bestehenden bundeseinheitlichen Medikamentenplans. Medikamente als auch mögliche Allergien und Unverträglichkeiten lassen sich auf dem eMP, der auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert ist, ablesen und auch auslesen.

 

Wer bekommt einen eMP?

Wer mehr als drei Medikamente die zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verschrieben werden, regelmäßig über einen längeren Zeitraum einnimmt, der hat als gesetzlich Versicherter einen Anspruch auf einen Medikamentenplan und das bereits seit 2016. Der längere Zeitraum wird mit mindestens 28 Tagen definiert (KBV, 2021).

Und der elektronische Medikamentenplan ist fortschrittlicher, die Anwendung ist bereits seit 2020 möglich. Voraussetzung ist jedoch die Verfügbarkeit der notwendigen Technik in der Praxis und vom PIN der versicherte Person. Auch der eMP ist freiwillig. Wichtig ist auch zu wissen, dass nur die versicherte Person Ärzt:innen im niedergelassenen Bereich oder auch Krankenhäusern sowie Apotheker:innen erlaubt, die Daten einzusehen, diese zu aktualisieren oder gar zu löschen.

 

Anlegen

Den eMP sollten in der Regel die Hausärzte und Hausärztinnen, die die Medikation koordinieren, anlegen. Die Haus- und Fachärzt:innen müssen für die anspruchsberechtigten Versicherte den eMP ausstellen und aktualisieren, sofern diese das wünschen. Ohne PIN geht das jedoch nicht.

 

Aktualisieren

Hierfür sind sowohl der ausstellende Arzt, die Ärztin als auch mit behandelnde Fachärzt:innen verpflichtet, den eMP zu aktualisieren, sobald diese die Medikation ändern. Gleiches gilt für Apotheken. Die Verantwortung für die verschriebene Medikation bleibt jedoch beim jeweils verschreibenden Arzt bzw. der Ärztin.

 

Auslesen

Mit Zustimmung der betroffenen Person dürfen sowohl Ärzt:innen, Apotheker:innen als auch Psychotherapeut:innen den eMP auslesen. Somit können diese die wichtigen Daten in ihrem IT-System übernehmen (Z. B. Praxissoftware).

 

Beachte

Ein eMP kann nur dann auf der eGK gespeichert, von dort ausgelesen oder aktualisiert werden, wenn die versicherte Person die Karten-PIN kennt! Ohne die sechsstellige PIN, die man von seiner Krankenkasse auf Anforderung erhält, geht also gar nichts.

 

Quelle: KBV

 

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