eRezept

Die Bundesregierung möchte das eRezept für Arzneimittel bald möglichst einführen. Das „Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ (GSAV) bzw. der Gesetzesentwurf sieht vor, das vorgesehenen Änderungen die Voraussetzungen für die elektronische Verordnung von Leistungen nach Paragraf 31 („Arznei- und Verbandmittel, Verordnungsermächtigung“) des SGB V geschaffen werden. Regelungen sind vorgesehen, die die Selbstverwaltung verpflichten, die Bundesmantelverträge, den Rahmenvertrag und die Arzneimittelabrechnungsvereinbarung binnen sieben Monaten ab Inkrafttreten des Gesetzes entsprechend anzupassen.

Zahlreiche Projekte sollen auf den Weg gebracht werden. Soweit Projekte unter Beteiligung der Selbstverwaltung und der Spitzenorganisationen der Apotheker*Innen aufgesetzt werden, so das BMG, bestehe die Möglichkeit, konsentierte, praxisnahe Prozesse zu entwickeln. In den Projekten bestehe die Möglichkeit, Prozesswege für eine zukünftige flächendeckende Verwendung von elektronischen Verordnungen zu erproben. 

 

Telematik unterstützt

Die Arbeiten der Gesellschaft für Telematik befinden sich den Angaben zufolge derzeit in der Konzeptionierungsphase. Die Gesellschaft für Telematik wird laut Antwort im Entwurf des GSAV verpflichtet, bis zum 30. Juni 2020 die erforderlichen technischen Festlegungen für die elektronische Verordnung zu treffen. Hier lieferten die entsprechenden Projekte wichtige Impulse für die Gesellschaft für Telematik.

Die Gesellschaft für Telematik nimmt im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf europäischer Ebene Aufgaben wahr, soweit die Telematikinfrastruktur betroffen ist oder eine Betroffenheit zukünftig bestehen kann. Sie unterliegt dabei dem Weisungsrecht des BMG. Das BMG hat die Gesellschaft für Telematik im bereits im Februar 2019 aufgefordert, sich zur elektronischen Verordnung auf europäischer Ebene einzubringen. Auch im Rahmen der anstehenden nationalen Arbeiten und unter Berücksichtigung der nationalen Zeitpläne hat die Telematik eine Interoperabilität zu prüfen und anzustreben.

In das vom Bundestag am 14. März 2019 beschlossene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurden bereits Regelungen aufgenommen, die dem BMG durch eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft für Telematik künftig größere Gestaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten einräumen. 

So ist zu hoffen, dass es jetzt zügiger vorangehen wird. 

 

Papierrezept bleibt

Weiterhin führt die Bundesregierung aus, das eine eine vollständige Abschaffung des Papierrezeptes derzeit nicht geplant ist.

Quelle: Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Stand 28.4.2019

 

Ihnen ist auf dieser Seite etwas aufgefallen? Teilen Sie es uns mit.

12 + 6 =