Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat weiterhin die Möglichkeit, Beschlüsse auch kurzfristig zu fassen. Das wird durch die Feststellung durch den Bundestag, dass es eine epidemische Lage von nationaler Tragweite gibt, ermöglicht. Das heißt, dass die G-BA Corona-Sonderregelungen bis zum 30. September 2021 gelten.

Ausnahme bildet die telefonische Feststellung der Arbeitsunfähigkeit, diese ist nur bis zum 30.6.2021 möglich.

 

So ist die G-BA Corona-Sonderregelung auf der Webseite des G-BA nachlesbar:

Disease-​Management-Programme (DMP):

Um eine mögliche Ansteckung mit COVID-​19 zu vermeiden, müssen Patientinnen und Patienten auch weiterhin nicht verpflichtend an Schulungen teilnehmen. Die quartalsbezogene Dokumentation von Untersuchungen der in ein DMP eingeschriebenen Patientinnen und Patienten ist ebenfalls weiterhin nicht erforderlich, sofern die Untersuchung aufgrund des Infektionsschutzes nicht durchgeführt bzw. nicht erhoben werden konnte.

 

Entlassmanagement:

Krankenhausärztinnen und -​ärzte können weiterhin im Rahmen des Entlassmanagements eine Arbeitsunfähigkeit für bis zu 14 Kalendertagen statt bis zu 7 Tagen nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus bescheinigen. Ebenso können sie für bis zu 14 Tage häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Soziotherapie sowie Hilfs-​ und Heilmittel verordnen, insbesondere dann, wenn der zusätzliche Gang zur Arztpraxis vermieden werden soll. Außerdem können Arzneimittel bei der Entlassung aus dem Krankenhaus wie bisher flexibler verordnet werden.

 

Kinderuntersuchungen U6 bis U9:

Für die Kinder-​Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 sowie U9 gilt weiterhin: Die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten können überschritten werden. Diese Nachfrist hat der G-BA vorgesehen, um den Eltern und Kinderarztpraxen das Nachholen der U-​Untersuchungen problemlos zu ermöglichen.

 

Krankentransport:

Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an Corona erkrankten Versicherten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, bedürfen wie bisher vorübergehend nicht der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse.

 

Um einen guten Überblick zu bekommen, wie lange welche Sonderregelung gilt, ist die G-BA Corona-Sonderregelung zusammengefasst in einer Tabelle.  Weitere Informationen zu den G-BA Corona-Sonderregelungen und die Übersichtstabelle ist >>> hier zu finden.

Quelle: G-BA, abgerufen am 14.6.2021