Krankenbeförderung im Rahmen des Entlassmanagement

Vieles wurde im Rahmenvertrag Entlassmanagement geregelt, die Krankenbeförderung von Patienten nach Hause allerdings nicht. Jetzt wird endlich darauf reagiert.  

Der G-BA regelte bisher in seiner Krankentransport-Richtlinie, dass die Kosten für Fahrten zu einer ambulanten oder stationären Behandlung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden können. Fahrkosten im Zusammenhang mit einer ambulanten Behandlung dürfen allerdings nur in besonderen Ausnahmefällen von den Krankenkassen übernommen werden.

Die genauen Voraussetzungen, Bedingungen und Inhalte der Verordnung von

  • Krankenfahrten,
  • Krankentransporten und
  • Rettungsfahrten

durch Vertragsärze*innen, Vertragszahnärzte*innen sowie Vertragspsychotherapeuten*innen war bisher gut geregelt, nur für die Krankenhausärzte wurde im Rahmen des Entlassmanagement an die Krankenbeförderung nach Hause nicht gedacht. Die Krankenhausärzte dürfen bzw. durften diese schlichtweg nicht verordnen.

 

Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) macht es möglich

Mit dem TSVG ergänzte der Gesetzgeber eine Verordnungsbefugnis auch für Krankenhäuser. Damit erhalten die Krankenhäuser die Möglichkeit, bei Patienten*innen-Entlassungen eine Krankenbeförderung als Leistung zu verordnen. Somit darf im Rahmen des Entlassmanagement die Krankenbeförderung zukünftig erfolgen. Die Verordnung sieht vor, dass im ambulanten Bereich der Krankenkasse vom Versicherten teilweise vorab zur Genehmigung vorgelegt werden muss. Die Auswahl des zu verordnenden Beförderungsmittels richtet sich nach dem individuellen Bedarf und dem Gesundheitszustand der Patienten*in.

Möglich sind

  • Krankenfahrten mit dem Taxi oder Mietwagen,
    Krankentransporte mit Krankentransportwagen, wenn eine medizinisch-​fachliche Betreuung oder Lagerung der Patientin oder des Patienten notwendig ist, und
    Rettungsfahrten mit dem Rettungswagen, dem Notarztwagen oder dem Rettungshubschrauber.

Fahrten um z. B. Termine Abstimmen, das Erfragen von Befunden, das Abholen von Verordnungen, sind generell keine Krankenkassenleistung! 

Wie es jetzt genau für die Krankenhausärzte*innen mit der Verordnung aussehen wird, werden wir, wenn die überarbeitete Richtlinie in Kraft getreten ist, sehen. 

Quelle: G-BA

Stand. 19.12.2019

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