Kritische Meinungen, der Stresstest in der Corona-Pandemie: Es geht um die Fähigkeit der Wissenschaft zur offenen Auseinandersetzung über die Unsicherheiten wissenschaftlicher Daten. Nichts ist eben sicher, das ist erkennbar an den vielen Reaktionen der Bundesregierung. Politiker lassen sich von einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern beeinflussen und reagieren nur. Das mag am Anfang einer Notsituation sicherlich angebracht sein. Nach zwei Jahren aber nicht mehr. Da stellt sich durchaus die Frage, ob hier alle, auch kritische Meinungen, gehört wurden. Nicht alle Menschen sind Leugner, nur weil sie eine andere Meinung vertreten.

Interessant sind aus meiner Sicht die Aussagen  „Zur Modellierung der Corona-Pandemie – Eine Streitschrift“ von Prof. Bernhard Müller, der Associate Professor an der Monash University ist. Er ist im Bereich von komplexen Simulationen auf Höchstleistungsrechnern spezialisiert. Er kennt sich also mit Modellen und Modellrechnungen sehr gut aus.

Ich kenne mich damit leider nicht aus und falle deshalb auch auf einfache Aussagen, die es täglich in den Medien zu hören gibt, gerne herein!

Für Interessierte, hier geht´s >>> zu seiner Streitschrift. 

 

Auch lesenswert ist die Mitteilung aus dem EbM-Netzwerk von Ingrid Mühlhauser mit dem Titel: „Wissenschaftsleugnung – ein Kommentar aus Sicht der Evidenzbasierten Medizin“. Wer das EbM-Netzwerk nicht kennt, hier eine kurze Erklärung. Das EbM-Netzwerkt besteht aus Vertreter:innen von verschiedenen Fächern, Professionen, Sektoren und Organisationen. Es hat sich auf die Fahnen geschrieben einen Raum zu geben für unabhängige, kritisch-wissenschaftliche Diskussionen zu allen Fragen im Zusammenhang mit einer evidenzbasierten gesundheitlichen Versorgung.

Für Interessierte, hier geht´s >>> zur Mitteilung von Frau Mühlhauser. 

Um auf Missstände hinzuweisen, melden sich renommierte Wissenschaftler immer mehr zu Wort. Das ist auch gut so! Wer eine andere Meinung hat, darf nicht diskreditiert werden. Gerade der wissenschaftliche Diskurs ist enorm wichtig, um ausgewogene Regelungen zu finden. Wer sich permanent in den Medien darstellt, der ist ein Darsteller! Gute Wissenschaft stellt sich aus meiner Sicht nicht dar wie ein Popstar. Exzellente und glaubwürdige Forschung gehört für mich zur guten wissenschaftlichen Praxis. Gute Wissenschaft verfolgt forschungsethische Prinzipien und eine gute wissenschaftliche Arbeitsweise und keine populistischen Aussagen.   

 

Stand: 15.11.2021