MDK-Reformgesetz: Entlassmanagement wird nicht berücksichtigt

Das MDK-Reformgesetz berücksichtigt nicht das Entlassmanagement. Deshalb haben die Verbände Vorschläge „Zum Entwurf eines Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen“ beim Gesundheitsausschuss der Bundesregierung eingereicht.

Wichtig ist, dass die Änderung bei der Beurteilung der Erforderlichkeit der Krankenhausbehandlung nicht nur auf die rein medizinische, „theoretische“ Möglichkeit der Entlassung abzustellen ist. Was nutzt es, wenn die Patienten nicht in der häuslichen Umgebung versorgt werden können und Pflegeplätze nicht zur Verfügung stehen. Deshalb müssten auch die tatsächlichen Möglichkeiten zur Anschlussversorgung und sozialmedizinischpflegerische Faktoren Berücksichtigung finden und der MDK die Rechnungsprüfung auch auf diese Belange hin prüfen! Insbesondere auch deshalb, weil ja auch für die Versorgung die Kostenträger mit in der Verantwortung sind, so ist es im Rahmenvertrag Entlassmanagement ja schließlich auch geregelt.

Können die Patienten*innen nicht aus dem Krankenhaus aus sozialen oder pflegerischen Gründen entlassen werden, sollte es keinen Vergütungsabschlag geben, denn die fehlende Anschlussversorgung kann ja nicht zu Lasten der Krankenhäuser gehen. Ob diese Forderung auch Berücksichtigungen im MDK-Reformgesetz finden wird? Ich bin auf jeden Fall gespannt.  

>>> Änderungsvorschlag KKVD

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