Pflegedokumentation zum OPS-Kode 8-550: Urteil SG Osnabrück

Es geht um eine Klage zwischen einem Kostenträger und einem Krankenhaus. Nachdem wir nun wissen, dass die Team-Dokumentation bei der geriatrischen Komplexbehandlung zu führen ist, und der Sozialdienst daran zu beteiligen ist, hat das Sozialgericht (SG) Osnabrück sich u.a. auch mit der Pflegedokumentation auseinandergesetzt. Das Krankenhaus hat angegeben, dass bewusst wenig in die Pflegedokumentation hineingeschrieben wurde. Damit sollte die Doppeldokumentationen vermieden werden. Die Praktikabilität der Dokumentation sollte damit ebenfalls gewährleistet werden.

Die Erfüllung hausinterner Standards, so das SG, brauche nicht dokumentiert zu werden. Das ist doch schon mal vorteilhaft. Das SG Osnabrück stellte weiterhin fest, dass es keine einheitlichen Dokumentationsstandards der Verbände oder von Seiten des MDK bezüglich der Pflegedokumentation bestehen. Weder der OPS-Kode selbst noch aktuelle Leitlinien enthalten deutliche und verbindliche Standards zum Inhalt und zur Dokumentation der aktivierenden therapeutischen Pflege in der Geriatrie. Interessant ist somit , dass „die Steuerung der Prozesse und die Pflegeplanung über die im OPS-Kode 8-550 normierten Merkmale (Teambesprechungen) hinaus keiner eigenen Dokumentation bedarf“, so das SG.

Man könnte auch sagen – Schwein gehabt, denn der letzte Satz im Urteil zeigt auf, dass sicherlich noch etwas zur Klärung der Pflegedokumentation kommen wird. So steht im Urteil, dass die Berufung zuzulassen war, „weil sowohl der Begriff der aktivierend-therapeutischen Pflege als auch die normativen Anforderungen an die Dokumentation der Pflege in der Rechtsprechung, soweit ersichtlich, bislang nicht ansatzweise geklärt sind.“

Hier geht es zum Urteil vom 13.06.2018, S 34 KR 554/16 >>> SG- Osnabrück