Beschaffung: Patientensicherheit als wichtiges Kriterium

Die Beschaffung von Medizinproduktion stellt einen komplexen Sachverhalt dar. Nicht nur die sichere Patientenversorgung sondern auch ökonomische Zwänge spielen eine Rolle. Es kommt jedoch immer wieder zu Vorfällen, bei denen Patienten zu Schaden kommen. 

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hat deshalb eine Handlungsempfehlung herausgegeben: „Patientensicherheit – Ein entscheidendes Kriterium bei der Beschaffung von Medizinprodukten“. Die Handlungsempfehlung richtet sich an 

  • Geschäftsführer / Leiter von Gesundheitseinrichtungen
  • Mitarbeiter im Beschaffungswesen
  • Qualitäts- und Risikomanager
  • Anwender von Medizinprodukten
  • Mitarbeiter in Einkaufsgemeinschaften
  • Hersteller von Medizinprodukten
  • Politische Entscheidungsträger

 

Die Autoren der Handlungsempfehlung sind der Auffassung, dass Voraussetzung für die sichere Versorgung von Patienten unter Einsatz von Medizinprodukten folgende Faktoren wichtig sind: 

  • das geeignete Medizinprodukt,
  • eine sichere Umgebung,
  • die Anwendung durch kompetente Anwender,
  • Rahmenbedingungen, die die Sicherheit fördern .

Es hat sich gezeigt, dass ein Medizinprodukt in der einen Situation sicher angewendet werden kann, in anderen Situationen aber inakzeptable Anwendungsrisiken erzeugt. Das Beschaffungswesen hat einen großen Einfluss auf das Zusammentreffen der Voraussetzungen für die sichere Anwendung. Es muss sich diesen Einfluss bewusstmachen und sich bei der Beschaffung gezielt für die Patientensicherheit einsetzen. Derzeit spielt die Patientensicherheit beim Beschaffungsprozess häufig nur eine untergeordnete Rolle. Die Beschaffung von Medizinprodukten sollte immer mit dem Anwender gemeinsam besprochen werden. 

Die Handlungsempfehlung „Patientensicherheit – Ein entscheidendes Kriterium bei der Beschaffung von Medizinprodukten“ skizziert einen Beschaffungsprozess für Medizinprodukte, der Patientensicherheit als wichtiges Entscheidungs- und Beschaffungskriterium berücksichtigt und dafür die Anforderungen und Erfahrungen der einzubeziehenden Berufsgruppen frühzeitig einbindet. Zusätzlich beschreibt sie Aufgaben für die Politik zur Unterstützung der Patientensicherheit.

 

Handlungsempfehlungen des APS

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) veröffentlicht die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppen bzw. Expertengruppenarbeit als Handlungsempfehlungen, die allen Einrichtungen im Gesundheitswesen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Hier geht es zu den Handlungsempfehlungen im Download-Bereich  >>> des APS.

Druckexemplare dieser Handlungsempfehlung stehen ab Mai 2019 zur Verfügung und können ab sofort per E-Mail an office@aps-ev.de bestellt werden (je max. 30 Stück). 

 

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