Covid-19-Impfschaden: Gibt es nicht?
„Impfen ist nur ein Pieks“, sagt Prof. Lauterbach. Doch es gibt viele Menschen, die einen Impfschaden davongetragen haben. Nun, da die Corona-Pandemie vorbei ist, zeigen sich die Folgen einer Infektion bzw. die Nebenwirkungen der Corona-Schutzimpfung. Und die Betroffenen dürfen endlich darüber reden.
Auch in der Pflegeberatung habe ich Kundinnen, die unter dem Post-VAC-Syndrom leiden. Sie können sich nicht konzentrieren und manche jungen Menschen können sich nicht einmal alleine die Haare waschen, weil sie dazu keine Kraft haben. Sie benötigen Stunden, um sich zu erholen, oder lassen die Körperpflege einfach bleiben. Ohne Hilfe können sie den Alltag nicht bewältigen. Long- und Post-COVID-Betroffene haben unterschiedliche Symptome wie Lungen- und Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie kognitive und neurologische Symptome, die auch viele Wochen nach einer Infektion mit dem Coronavirus andauern können. Die Langzeit- und Spätfolgen einer Infektion können vielfältig sein.
Nicht nur, dass der Alltag nicht mehr bewältigt werden kann – und das über einen längeren Zeitraum –, einige verlieren auch ihren Arbeitsplatz. Einfache Dinge wie ins Kino oder Schwimmen gehen sind nicht möglich. Feste feiern? Nein, das geht nicht.
Unter dem Begriff „Post-VAC” werden verschiedene länger andauernde Beschwerden nach einer Corona-Impfung beschrieben, die auch mit Long- bzw. Post-Covid in Verbindung gebracht werden. Dazu gehört beispielsweise das chronische Erschöpfungssyndrom (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome, ME/CFS).
Wer hilft den Betroffenen mit Covid-19-Impfschaden?
Lange wurde geleugnet, dass die Impfung Schäden verursachen kann. NRW geht nun einen neuen Weg. Um ihre Rechte durchzusetzen, müssen sie einen langen juristischen Weg beschreiten. Dieser ist kompliziert und die Betroffenen benötigen viel Energie, die sie jedoch nicht haben. NRW hat deshalb eine Clearingstelle eingerichtet.
Clearingstelle für Betroffene mit Impfschäden nach einer Corona-Impfung
Die Clearingstelle Impfschäden ist eine Anlauf-, Kontakt- und Vermittlungsstelle für Betroffene. Sie unterstützt bei der Klärung und Bearbeitung behördlicher Angelegenheiten im Zusammenhang mit einer möglichen Erkrankung nach einer Corona-Schutzimpfung. Auch bei Problemen mit der medizinischen Versorgung können sich Betroffene an die Clearingstelle wenden. Das Angebot der Clearingstelle Impfschäden ist niedrigschwellig, kostenfrei und unverbindlich und richtet sich an Betroffene mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen. Auf der Webseite des Ministeriums ist dazu Folgendes zu lesen: „In persönlichen Gesprächen werden bestehende gesundheitliche Belastungen ebenso wie wirtschaftliche Herausforderungen erfasst und eingeordnet. Auf dieser Grundlage werden Betroffene bedarfsgerecht auf mögliche Unterstützungsangebote hingewiesen und beim weiteren Vorgehen begleitet.“ „Sofern gewünscht, wirkt die Clearingstelle auch in kooperativer Weise darauf hin, gemeinsam mit den jeweils zuständigen Sozialleistungsträgern tragfähige Lösungen für den konkreten Einzelfall zu finden. Dabei steht nicht die rechtliche Bewertung einzelner Ansprüche im Vordergrund, sondern die unterstützende Vermittlung zwischen den Beteiligten.“
So erreichen Sie die Clearingstelle: Telefonnummer 0211-855 4333 zu folgenden Zeiten erreichbar: montags, dienstags und donnerstags von 10.00 bis 12.00 Uhr sowie dienstags von 17.00 bis 19.00 Uhr. Alternativ können sich Betroffene per E-Mail an clearingstelle-impfschaeden@mags.nrw.de oder über ein Kontaktformular an die Clearingstelle wenden.
Eine medizinische Beratung erfolgt nicht. Hierfür müssen Sie sich weiterhin an Ihre Ärzte wenden.
Stand: 13.4.2026
Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen