Entlassmanagement, jeder hat seine Aufgabe

Das DKI hat eine Umfrage gestartet und herauskam, dass eigentlich alles in Ordnung ist. Jeder 5. Patient hat lt. DKI Bedarf für ein umfassendes Entlassmanagement, und vier von fünf Patienten willigen in das Entlassmanagement ein. Laut Angaben der Krankenhäuser willigten im 1. Quartal 2018 im Mittel (Median) 80 % der vollstationären Patienten in das Entlassmanagement ein.Das ist doch schon mal eine gute Nachricht. Die Einwilligung kommt also beim Patienten an. 

 

Unterstützung durch Kostenträger noch nicht so ausgeprägt

Probleme werden eher in der Zusammenarbeit und Unterstützung mit der Kranken- und Pflegekassen gesehen. Aus Sicht des Krankenhauses wird vor allem die schwierige telefonische Erreichbarkeit von Sachbearbeitern und Abteilungen gesehen. Auch die Bearbeitungszeiten sind zu lange, wenn es um die Genehmigungen und Kostenzusagen bei Hilfsmitteln geht. Die Zuständigkeiten schienen auch noch nicht gut geregelt zu sein, so gibt es z.B. unterschiedliche personelle Zuständigkeiten bei
einem Kostenträger. Rund die Hälfte der Befragten führte an, dass entsprechende Probleme oft oder sehr oft auftreten.

Auch die Verträge stellen ein Problem dar, so die Krankenhäuser, insbesondere Verträge zwischen Kostenträgern und Nachversorgern, zum Beispiel in Reha- oder Hilfsmittelbereich. 

 

Anschlussversorgung mit Hilfsmittel klappt gut

Laut Untersuchung des DKI sind bei gut drei Vierteln der Krankenhäuser die erforderliche Hilfsmittel oft (54 %) oder sehr oft (23 %) rechtzeitig verfügbar.

 

Überleitung mit Verbesserungsbedarf

Für die Überleitung in die stationäre und ambulante Rehabilitation sowie die ambulante Pflege ist eine rechtzeitige Anschlussversorgung nach Krankenhausentlassung gewährleistet. 

Aber: mehr als ein Drittel der Häuser gibt regelmäßige Überleitungsprobleme in die stationäre und teilstationäre Pflege an. Bei jeweils rund zwei Dritteln der befragten Krankenhäuser stehen Pflegeplätze nicht rechtzeitig zur Verfügung.

Quelle: >>> Das Krankenhaus-Diagramm, April 2019  

 

Strukturierter Krankenhausentlassbrief, was ist damit?

Mit dem Krankenhausentlassbriefen kämpfen die Hausärzte. „Abkürzungsfimmel, Sachkenntnismangel und nicht angepassten Textbausteinen“, die Ärzte wünschen sich Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und sprachliche Korrektheit. Das wurde in einer interdisziplinären Studie der Universität Düsseldorf herausgefunden. Es wurden 197 Ärzte, überwiegend Hausärzte, zu ihren Erfahrungen mit Arztbriefen und dem Aufwand bei der Verarbeitung der Informationen befragt. Dabei gaben 96 % der Befragten an, schon mit missverständlichen Arztbriefen konfrontiert worden zu sein. Die Qualität der klinischen Entlassungsbriefe sei stark verbesserungswürdig, so die Schlussfolgerung der beiden Autoren Sascha Bechmann und Julia Riedel. 

Veröffentlicht in >>> Medical-Tribune

 

Rahmenvertrag Entlassmanagement Reha ist in Kraft.

Auch hier haben die Rehakliniken und Kostenträger so einige Hausaufgaben zu erfüllen. 

Neugierig? Ich biete hierzu ein >>> Webinar, das über den Rahmenvertrag, die Häusliche Krankenpflegerichtlinie, Aufgaben der Kostenträger und die Begutachtungsfristen des MDK informiert, an. 

 

 

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