Die Pflegeberatung von den Pflegekassen wurde bewertet. Im Geschäftsbericht 2020 der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) lässt sich zur Zufriedenheit mit der Pflegeberatung nachlesen:
- Persönliche Beratungstermine werden innerhalb weniger Tage ermöglicht.
- Beratungen finden überwiegend (zu 86,2 %) als aufsuchendes Angebot in der eigenen Häuslichkeit statt.
- 90 % der Nutzerinnen und Nutzer sind mit der Beratung, ihrer Zugänglichkeit und der Wirksamkeit zufrieden.
- 95,9 % der befragten Versicherten im Pflegegeldbezug bewerteten die Pflegeberatung ihrer Pflegekasse als unabhängig und neutral.
- Gut 90 % der befragten Nutzerinnen und Nutzer gaben an, immer mit derselben Pflegeberaterin Kontakt gehabt und konkrete Absprachen zur zukünftigen Kontaktaufnahme getroffen zu haben.
Und nicht nur das, auch die Beratungseinsätze für Pflegebedürftige, die statt Sachleistungen Pflegegeld beziehen, erfahren eine hohe Zustimmung und sind auch hier sehr Zufrieden mit der Pflegeberatung:
- 96,1 % geben an, nicht zu einer bestimmten Entscheidung gedrängt worden zu sein.
- Fast 80 % sagen aus, in der Folge der Beratung mehr über Leistungsansprüche und regionale Angebote zu wissen.
Der GKV-Spitzenverband möchte die Pflegeberatung weiterentwickeln. Es soll in einer engeren Verknüpfung die unterschiedlichen Beratungseinsätze erfolgen.
Im Bericht, der Schriftenreihe Modellprogramm zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung, Band 18, wird eine weitere wissenschaftliche Untersuchung vorgeschlagen. Das IGES Institut ist bereits beauftragt die „Evaluation der Pflegeberatung und Pflegeberatungsstrukturen nach § 7a Abs. 9 SGB XI“ vorzunehmen. Das Modell-Projekt startete bereits am 01.06.2021 und endet am 13.01.2023.
Wir Pflegeberater:innen dürfen auf die Ergebnisse gespannt sein.
Aus meiner Sicht müssen sich die Beratungsangebote weiterentwickeln. Pflegende Angehörige werden durchaus mit Konfliktsituationen oder bei Pflegerechtsfragen alleine gelassen. Spezialisten sollten hier tätig werden, die z. B. über ein Beratungsbüro oder einen Pflegestützpunkt erreichbar sind. Ob immer ein Hausbesuch notwendig ist, oder ein Telefonat oder eine Videokonferenz ausreichend ist, sollte ebenfalls überlegt werden. Das würde es auch ermöglichen, dass verschiedene Spezialisten ggf. gemeinsam während einer Videokonferenz zur Verfügung stehen.
Es tut sich so einiges in der Pflegeberatung. Auch die Pflegestützpunkte sollen weiter ausgebaut werden und sich mehr mit anderen Anbietern vernetzen.
Quelle: GKV-Spitzenverband, Geschäftsbericht
