So viel muss man als gesetzlich Versicherter in 2023 an Zuzahlung aufbringen!

 

Arzneimittel

Versicherte ab 18 Jahren müssen bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zehn Prozent des Abgabepreises als Zuzahlung selbst übernehmen. Die Zuzahlung beträgt mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Haben jedoch die gesetzlichen Krankenkassen das Arzneimittl von der Selbstbeteiligung befreit, dann entfällt die Zuzahlung. Das kennt die eine oder andere Person bereits, die ein Rezept in der Apotheke eingereicht hat. Die >>> Liste der betreffenden Medikamente wird von den Krankenkassen zusammengestellt und alle 14 Tage aktualisiert. Hierzu zählen die Generika oder auch Nachahmer-Produkte als mittlerweile auch patentgeschützte Wirkstoffe.

Es kann aber auch sein, dass die Rabattverträge der Krankenkasse dazu führen, dass ein nicht gelistetes Arzneimittel trotzdem von der Zuzahlung befreit ist. Eine Nachfrage in der Apotheke lohnt allemal, denn ggf. spart man bis zu zehn Euro.

 

Beitragsbemessungsgrenzen für Sozialabgaben

Ab dem 1. Januar 2023 gelten neue Bemessungsgrenzen, diese hat der Bundesrat am 25. November 2022 verabschiedet.

Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

2023: 4.987,50 Euro monatlich / 59.850,00 Euro pro Jahr

 

Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

2023: 66.600,00 Euro pro Jahr
 
Nur wer mehr verdient, hat die Wahl, in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben oder in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln.

 

Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung

 

Anders als in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gibt es in der Renten- und Arbeitslosenversicherung noch immer unterschiedliche Festlegungen für West und Ost. Nur bis zum genannten Grenzwert wird das monatliche Gehalt zur Berechnung des Beitrags in der Renten- und Arbeitslosenversicherung zu Grunde gelegt.

West: 2023: 7.300 Euro monatlich / 87.600 Euro pro Jahr

Ost: 2023: 7.100 Euro monatlich / 85.200 Euro pro Jahr

 
Mehr zur Zuzahlung erfährt man auf den Seiten der >>> Rentenversicherung
 

 

Beitragsbemessungsgrenze Knappschaftliche Rentenversicherung

West: 2023: 8.950 Euro monatlich / 107.400 Euro pro Jahr

Ost: 2023: 8.700 Euro monatlich / 104.400 Euro pro Jahr

 
Mehr zu der Zuzahlung erfährt man auch auf den Seiten der >>> Rentenversichung zu den aktuellen Zahlen der knappschaftlichen Rentenversicherung.
 

 

 

Pflegeversicherung

Es gibt keine Änderungen zum Jahr 2022. Das erhalten sie in 2023.

Sachleistung Häusliche Pflege:

Pflegegrad 1: 0 Euro
Pflegegrad 2: 724 Euro
Pflegegrad 3: 1.363 Euro
Pflegegrad 4: 1.693 Euro
Pflegegrad 5: 2.095 Euro

Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch Angehörige:

Pflegegrad 1: 0 Euro
Pflegegrad 2: 316 Euro
Pflegegrad 3: 545 Euro
Pflegegrad 4: 728 Euro
Pflegegrad 5: 901 Euro

Vollstationäre Pflege:

Pflegegrad 1: 125 Euro
Pflegegrad 2: 770 Euro
Pflegegrad 3: 1.262 Euro
Pflegegrad 4: 1.775 Euro
Pflegegrad 5: 2.005 Euro

Seit 01.01.2022 erhalten Pflegebedürftige in vollstationären Pflegeeinrichtungen gemäß § 43c SGB XI einen prozentualen Zuschlag zu den Eigenanteilen an den Pflegekosten. Der Leistungszuschlag richtet sich nach der Dauer des Aufenthalts in der vollstationären Pflegeeinrichtung. Grundlage dafür ist das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG).

  • bis 12 Monate 5 Prozent
  • bis 24 Monate 25 Prozent
  • bis 36 Monate 45 Prozent
  • über 36 Monate 70 Prozent

Leistungen der Kurzzeit- und der Verhinderungspflege können auch weiterhin kombiniert werden. Wenn eine Pflegeperson beispielsweise verhindert ist, und der Pflegebedürftige seine Leistungen aus der Kurzzeitpflege nicht aufgebraucht hat, kann er diese bis zur Hälfte (also 806 Euro und insgesamt somit maximal 2.418 Euro jährlich) für die Verhinderungspflege einsetzen. Nicht genutzte Leistungen aus der Verhinderungspflege können auch komplett in der Kurzzeitpflege eingesetzt werden. Pflegebedürftige können somit bis zu 3.386 Euro in der Kurzzeitpflege nutzen.

Angehörige, die mehr als 10 Stunden in der Woche pflegen, sind automatisch renten- und unfallversichert. Fallen betreuende Angehörige wegen Krankheit oder Urlaub aus, übernimmt die Pflegekasse die Aufwendungen für eine Ersatzpflegekraft in Höhe von bis zu 1.774 Euro jährlich (Verhinderungspflege).

Teilstationäre und Kurzzeitpflege:

Tages-/Nachtpflege Pflegegrad 1: bis zu 125 Euro (Entlastungsbetrag)
Tages-/Nachtpflege Pflegegrad 2: 689 Euro
Tages-/Nachtpflege Pflegestufe 3: 1.298 Euro
Tages-/Nachtpflege Pflegestufe 4: 1.612 Euro
Tages-/Nachtpflege Pflegestufe 5: 1.995 Euro
Kurzzeitpflege: 1.774 Euro (jährlich, Leistungszeitraum 8 Wochen)

Selbst organisierte, ambulant betreute Wohngruppen werden gefördert. Pro pflegebedürftigem Mitbewohner gibt es maximal 2.500 Euro bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 Euro je Wohngruppe für die altersgerechte oder barrierefreie Umgestaltung der Wohnung. Der monatliche Zuschlag für Wohngruppen wird seit 2018 nicht erhöht und liegt bei 214 Euro monatlich.

Quelle: AOK